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Rommé

Rommé Regeln - Rommé Spielregeln für Spieler mit Anleitung zu Spielablauf und Karten des Kombinations- und Legespiels mit Strategien.

Rommé Spiel und Spielregeln

Rommé, Rommee oder auch in Österreich Jolly, in Frankreich Rami oder im amerikanischen Raum Rummy ist ein Kartenspiel für mindestens zwei bis sechs Mitspieler. Auch wenn es ein Gesellschaftsspiel ist, spielt jeder Spieler für sich selbst und es gibt in dem Spiel keine Partnerschaften. Das Ziel des Spiels ist es, sein Blatt sorgfältig und organisiert auszulegen, sodass er keine Karten mehr auf der Hand hat. Wer alle Karten ausgelegt hat, hat Rommé gemacht und hat somit gewonnen. Die weiteren Gewinner werden über ein Punktesystem ermittelt. Rommé ist eigentlich eine Sammelbezeichnung für Kombinations- und Legespiele mit Karten, die ursprünglich aus dem mexikanischen Conquian hervorgegangen sind. Klassisches Rommé, welches vor allem im deutschsprachigen Raum gespielt wird, besteht aus zwei Paketen französischer Karten zu 52 Blatt und sechs Jokern. In Deutschland gibt es einen deutschen Rommé-Verband.

Spielvorbereitung, -Regeln und Karten

Für klassisches Rommé werden zwei (französische) Standardkartenspiele mit insgesamt 52 Karten und 6 Joker benötigt. Insgesamt kommt man auf 110 Karten. Die Karten der vier Farben werden in folgender Reihenfolge benötigt, Ass, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, Bube, Dame, König. Ziel des Spiels ist es alle Karten auf der Hand los zu werden. Um zu dieses Ziel zu erreichen, gibt es drei mögliche Arten:

  • Auslegen von ganzen Sätzen und Folgen
  • Anlegen an bereits bestehender Sätze und Folgen
  • Ablegen auf den Ablagestapel

Kartenspiel Rommé Bild

Kurz zur Begriffsklärung

Die Sequenzen

Eine Folge, die auch Sequenz genannt wird, besteht aus drei oder mehr aufeinanderfolgenden Karten der gleichen Farbe, das heißt es können beispielsweise die Kartenfolge 2,3,4,5 von der Farbe, Herz oder eine Zahlenfolge von drei Zahlen schwarzer Blätter gelegt werden. 10 Bube Dame König Ass  wären beispielsweise 50 Punkte und könnten ausgelegt werden. KönigKönig–♣König oder ♠3–3–3–♣3 könnten auch ausgelegt werden, wenn vorher eine Sequenz von mindestens 40 Punkten ausgelegt worden ist. Diese Folgen können von anderen Spielern ergänzt werden.

Satz und Anlegen

Ein Satz, der auch als Gruppe oder Buch bekannt ist, besteht aus drei oder vier Karten des gleichen Wertes. Dies können drei oder vier Fünfer unterschiedlicher Farben sein. Mit der Ausnahme von doppelten Karten. Anlegen heißt bei dem Spiel Rommé, dass bereits ausgestellte Kartenkombinationen durch eigene Karten ergänzt werden. Die ergänzten Karten müssen sich an die Spielregeln orientieren und dürfen eine Kombinationen nicht verändern.

Ablegen bei Rommé und ergänzen

Zum Beispiel kann eine ausgestellte Folge von 4,5,6, nur mit einer 3 oder 7 mit derselben Farbe ergänzt werden. Das Ablegen hingegen bedeutet, dass eine Karte des eigenen Blattes auf den Ablagestapel gelegt wird. Zusätzlich muss jeder Spieler nach jedem vollendeten Spielzug eine Karte seiner eigener Wahl ablegen. Hat der Spieler nach seinem Spielzug keine Karte mehr zum Ablegen, ist der Spielzug ungültig und kann nicht vollzogen werden.

Die Joker

Ein weiterer wichtiger Begriff, ist die Figur. Figuren können auch mit Hilfe von Jokern gebildet werden. Der Joker ersetzt dabei jede beliebige Karte, wie beispielsweise Bube, Dame, Joker, Ass oder 5,Joker,5. Es darf pro Satz immer nur ein Joker verwendet werden. In einer Folge aus mindestens vier Karten dürfen auch zwei Joker direkt aufeinanderfolgen, wie 4,Joker, Joker, 7.

Die Sitzordnung

Zur Spielvorbereitung gehört auch eine gezogene Sitzordnung, das bedeutet vor Beginn des ersten Spiels werden alle Karten gemischt und wie ein Bogen verdeckt aufgelegt. Jeder Mitspieler zieht eine Karte und der Spieler mit der höchsten Karte wählt seinen Platz, ist erster Geber und teilt somit die Karten aus. Jeder weiterer Spieler setzt sich gemäß der Rangfolge seiner gezogen Karte zur Linken des Gebers. Nach jedem vollendeten Spielzug wechselt der Geber im Uhrzeigersinn.

Abheben und Vorbereitung

Beim „Schichtwechsel“ mischt der vorherige Geber nochmals die Karten und übergibt sie seinem Nachfolger. Der Geber lässt seinen rechten Nachbarn eine Karte abheben, diese Karte ist für den Ablegestapel bestimmt. Es sei denn, es handelt sich um einen Joker. Den darf der Abnehmer behalten. Einfache Regel, jeder Mitspieler, der einen Joker findet, darf ihn behalten. Nach dem der Ablegestapel bestimmt ist, verteilt der Geber die anderen Karten verdeckt im Uhrzeigersinn an seine Mitspieler. Jeder Spieler erhält 13 Karten. Der Geber nimmt sich selber 14 Karten. Die restlichen Karten werden verdeckt als Stoß in die Mitte des Tisches gelegt, dies ist der andere Kartenstapel im Spiel.

Spielweise, Punktesystem und Regeln

Spielregeln 

Das Gesellschaftsspiel ist für zwei bis sechs Personen geeignet. Es wird im Uhrzeigersinn gespielt und die Person Links vom Geber beginnt. In der Regel liegen zwei Stapel auf dem Tisch, ein sogenannter Ablagestapel und ein Stapel mit verdeckten Karten. Bei dem Ablagestapel liegen die Karten offen, sodass jeder Mitspieler die Karte sieht. Der andere Stapel ist verdeckt und keiner der Mitspieler weiß, welche Karten sich auf diesem Stapel befinden.

Auslegen des Satzes und der Sequenz

Während des Spiels darf jeder Spieler selber entscheiden, von welchem Stapel er sich eine Karte bei seinem Spielzug nimmt. Das Spiel wird vom Geber eröffnet und für das erstmalige Auslegen der Karten müssen, diese einen Wert von mindestens 40 Punkten haben. Nachdem das Spiel eröffnet ist und der betroffene Spieler seine Karte gezogen hat, ist es an ihm einen Zug zu machen. Das heißt, dass der betroffene Spieler versucht einen gültigen Satz zu machen. Der Satz muss mindestens aus drei Karten besteht. Der Spieler kann natürlich auch direkt eine Folge aufdecken oder gar keine Karten auslegen. Wichtig ist, dass nicht mehr als eine gültige Kombination gelegt wird und jede Auslegung oder jedes Anlegen freiwillig ist. Ist das Spiel im vollen Gange und liegen schon mehrere Sätze oder Folgen auf dem Tisch, kann der Spieler Sätze oder Folgen anlegen, sprich ergänzen.

Anlegen beim Rommé

Das Anlegen hat keine Vorgaben bezüglich der Anzahl der Karten während eines Spielzugs. Wichtig ist nur, dass im ganzen Spielzug jeder Spieler mindestens eine Karte aus der Hand ablegt und dies nämlich zurück auf den Ablagestapel. Hat der Spieler zu Beginn seines Spielzugs eine Karte vom Ablagestapel gezogen, darf er nicht die gleiche Karte am Ende seines Spielzugs zurücklegen. Weiter kann jeder Mitspieler bei einer Figur mit einem Joker, diesen durch diejenige Karte austauschen, die der Joker ersetzt. Beispielsweise kann der Joker von dem Satz, 5,Joker,5, durch eine ♣5 mit einer anderen Farbe ausgetauscht werden.

Anlegen und Joker

Wichtig ist beim Austauschen, dass der Joker direkt in diesem Zug gelegt wird. Er darf nicht in das eigene Blatt auf der Hand aufgenommen werden. Ein Joker kann erst nach dem ersten Auslegen ausgetauscht werden.

Ziel des Spiels - Rommé

Gewonnen hat der Spieler, der alle seine Karten am Ende seines Spielzugs abgelegt, ausgelegt und seine letzte Karte auf den Ablagestapel gelegt hat. Der Spieler ist fertig und hat Rommé gemacht. Macht ein Spieler Rommé, ist das Spiel automatisch zu Ende. Die anderen Spieler dürfen nicht weiterspielen und müssen ihre Karten nach folgendem Punktesystem auswerten.

Punkte beim Rommé bei Spielende

Bildkarten (Bube, Dame, König) 10 Punkte, Asse 1 Punkt, Zahlenkarten nach jeweiligen Zahlenwert, Joker zählt bei der Schlussabrechnung 20 Punkte (ansonsten hat er die Punktzahl von der Karte, die er ersetzt). Noch etwas wichtiges, vor dem Spiel wird eine bestimmte Gesamtpunktzahl vereinbart. Hat ein Mitspieler, diese Punktzahl erreicht, gewinnt derjenige Mitspieler mit der niedrigsten Gesamtpunktzahl.

Variationen

Weitere Spielmöglichkeiten von Rommé sind, unter anderem Gin Rummy, Canasta oder Samba-Canasta. Gin Rummy ist sehr beliebt in den USA und Großbritannien.